Förderung und Herstellung von Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter im internationalen Menschenrechtsschutz

Mittwoch | 14. März 2018 | 18.30 Uhr
Hörsaal XV | Melanchthonianum | Universitätsplatz | Halle
Eintritt frei
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Diskussionen um religiöse Werte und Normen sind immer konflikthaft. Zunehmend vermischen sich diese aber mit Diskussionen um Geschlechtergerechtigkeit,
allerdings in merkwürdiger Engführung. Ob es um religiöse Kleidung wie Kopftuch und Burka oder um die Teilnahme von Mädchen am Sportunterricht geht: Immer wird einer bestimmten Religion unterstellt, der Gleichberechtigung der Geschlechter entgegen zu wirken.

Dabei wird wenig gesehen, dass alle großen Religionen sowohl starre Geschlechterbilder und Rollenvorstellungen als auch emanzipatorisches Potential für Geschlechtervielfalt haben. Auch die Bedeutung der Religionsfreiheit für Würde und Gleichheit von Frauen, Männern und anderen Menschen wird häufig verkannt. Stattdessen wird ein Kulturkampf angeheizt, in dem die Rede von der Gleichberechtigung vor allem dazu dient, islamische Religionen als rückständig und frauenfeindlich zu brandmarken und sich selbst als fortschrittlich und aufgeklärt darzustellen.

Im Vortrag wird sich Prof. Dr. Ulrike Lembke (FernUniversität Hagen) produktiv mit den Spannungsverhältnissen von Religion und Geschlechtergerechtigkeit befassen. Dabei sollen religiöse Normen, Gleichheit der Religionen und Gleichberechtigung der Geschlechter in Beziehung gesetzt und wesentliche Entwicklungen des internationalen Menschenrechtsschutzes in diesem Bereich nachgezeichnet werden.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Forum Legal Gender Studies der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Letzte Änderung: 05.12.2018 - Ansprechpartner:

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